…wir waren mitten im Outback als…

…vom Prinzip her läuft das ja…

Wasser marsch

Ich bin nass. Richtig nass. Von den Haarspitzen bis zu den Fussohlen. Auch wenn der ein oder andere vermuten mag, dass ich wieder in einen Goldfischteich gefallen bin, nein, es ist alles ganz anders. Im Grunde genommen ist jeder andere auch nass. Diejenigen die es nicht sind, werden aber nicht lange trocken bleiben. So ist das mit den guten Braeuchen. Wie es ueberhaupt dazu kam? Lest selbst…

Siem Reap. Was war das toll und imposant! Wirklich einzigartig. Aber wo geht es jetzt hin? Ich entschliesse mich dazu wieder nach Phnom Penh zurueckzufahren. Das heisst morgens aufstehen, rein in den Bus und 6 Stunden durchs cambodianische Flachland tuckern. In Phnom Penh wieder angekommen, bricht Krieg aus. Jeder der auch nur halbwegs europaeisch aussieht wird beim Aussteigen sofort von einer Traube von Tuk Tuk Fahrern umlagert. Jeder meldet einen Anspruch auf einen der Fahrgaeste an. Where go Sir? Where go Sir? Cheap cheap! Ja, ich weiss. Die Erfahrung hat mich gelehrt das es ueberhaupt nichts bringt Zeit mit Preisverhandlungen zu verplempern. Man nennt seinen Preis, steigt ins Tuk Tuk und ab gehts. Nur weg! Fuer den Rest des Tages hab ich nur noch Passfotos auf dem Zettel. Die brauche ich fuers naechste Visum. Richtung Norden nach Laos soll es gehen. Mit Amy (CAN) welche zufaellig den gleichen Plan hat, mache ich mich morgens auf den Weg zur Botschaft. Zettel ausfuellen, bezahlen und laecheln. To easy. Danach verusche ich auf dem Russian Market eine billige Uhr mit Alarmfunktion zu kaufen. Mein Handy geht leider nicht mehr und einen Wecker zu haben ist manchmal sehr hilfreich wenn es darum geht morgens den Bus zu kriegen. 1 Dollar moechte ich ausgeben. Mehr nicht. Zu einem Kaufgeschaeft kommt es am Ende nicht, da ich nicht bereit bin 2 Dollar auszugeben. Bin ich knauserig geworden? Egal. Am Nachmittag mache ich mich mit Amy wieder auf den Weg um unser Visa abzuholen. Dummerweise habe ich den Abholberechtigungszettel nicht mehr dabei. Ich kann mich aber ausweisen. Passt schon.

Morgens geht es mit dem Tuk Tuk zur Busstation. Hier stehen circa 30 Busse. Menschen ueberall. Menschen die irgendwo hinwollen und ihr Sack und Pack dabei haben. Ich finde meinen Bus. Raus aus dem Gewusel und rein in den Bus. Toll! Nach ein paar Stunden Fahrt gibts ne Pause. Auf dem Markt kann man so allerlei Leckerlies kaufen wie geroestete Spinnen und Froesche. Ich habe dummerweise keinen Hunger. Nach 7,5 Stunden komme ich endlich in Kratie an. Hier will ich uebernachten bevor es weiter in Richtung Grenze geht. Ich finde schnell ein Zimmer. Zentral gelegen, Blick auf den Market. Toll! Ich schaue mich ein wenig um. Dabei treffe ich auf Richard (AUS) der zusammen mit mir im Bus war. Wir suchen uns ein kleines Restaurant und geniessen unser Dinner waehrend wir nebenbei im Lonely Planet lesen. Dann muessen wir uns ploetzlich beeilen, da die Sonne schon tief steht und wir unbedingt an den Mekong wollen um den Sonnenuntergang zu geniessen. Toll! Einfach nur schoen. Wir sagen gute Nacht. Ich bin schon fast im Bett, da klopft es an meine Tuer. Wer ist das? Was ist los? Eine Stimme meldet sich auf der anderen Seite der Tuer. Your book Sir! Buch? Ich hab kein Buch und auf keinen Fall werd ich die Tuer oeffnen. Angeblich habe ich mein Buch vergessen. Ich kann 1 und 1 nicht zusammenzaehlen. Ich solle die Tuer oeffnen. Ich weiss nicht. Generell ist das auch schwierig, da ich momentan auch auf der Toilette sitze. Ich sage er solle das Buch unter Tuer hindurchschieben oder vor die Tuer legen. Nein, ich solle die Tuer aufmachen. Ok, hilft alles nix. Ich oeffne irgendwann die Tuer. Es ist der Restaurantbesitzer und ich hatte meinen Lonely Planet da liegen lassen. Toll! Danke! Das ist mal nett. Die Nacht ist nicht so toll. Nur Gehupe und morgens schon ganz frueh Laerm vom Markt. Ein kurzes Fruehstueck mit Baguette und Omelette. Dann schnell zum Pick up point. Rein in den Minivan welcher dann in den folgenden Minuten noch ein paar weitere Fahrgaeste einsammelt. Am Ende zaehle ich 12 Leute im Van. Ein bisschen eng. Mit dabei Marcel (SUI) der auch schon gestern mit im Bus sass. Nachdem wir erfolgreich mehreren Kuehen auf der Strasse ausgewichen sind halten wir ploetzlich. Wir muessen aussteigen. Mitten im Nichts. Ein anderer Bus wird uns auflesen. So so. Ein komisches Gefuehl. Kann man sich auf sowas verlassen? So sitzen wir mitten in der Hitze auf der Strasse. Mopeds fahren vorbei. Man winkt. Nach 20 Minuten kommt ein grosser Bus der auch tatsaechlich haelt. Fast leer der Bus. Nur ein polnisches Paerchen und ein Bayer drin. Klingt wie der Beginn eines schlechten Witzes. Ist es aber nicht. Witzig war es trotzdem irgendwie. Irgendwann kommen wir jedenfalls am Grenzuebergang zu Laos an. Dort heisst es dann an der cambodianischen Seite austempeln und dann 300 Meter zum laotischen Schlagbaum gehen. Hmm, schaut nicht wirklich so aus als wenn dieser Schlagbaum wirklich bewacht ist. Der ein oder andere Soldat der fern ab irgendwo sitzt und sein Mittagspaeuschen macht. Die Kalaschnikov hat auch Mittagspause. Ein kleiner Container-Bretterschuppen. Wir wollen uns das Visa einstempeln lassen. Der ueberaus freundliche Grenzer schickt uns zu Fenster Nummer 2. Niemand da. Kein Problem, einmal um die Ecke gerufen und schon kommt der zustaendige “Beamte” gemaechlich um die Ecke getrottet. Eine wenig Konfusion. Wieviel kostet das denn jetzt? Welcher Umrechnungskuers benutzt er jetzt? Ich bin bin sicher am Ende 1 oder 2 Dollar zu viel gezahlt zu haben, aber das interssiert in solchen Momenten nicht. Wichtig ist: Stempel in den Pass – alles gut. So, wie gehts weiter? Im Hintergrund kann man sehen, das die Planungen fuer einen anstaendigen Grenzuebergang am laufen sind. Man hat angefangen zu bauen. Also man ist halb fertig. Oder anders gesagt: nur noch ein paar Jahre und man ist fertig. In Asien tickt die Zeit einfach anders. Wie kommen wir jetzt hier weg? Unweit ist ein Bus zu sehen. Steht da vor sich hin. Niemand da. Der Bus sieht aus als wenn er nirgends mehr hinfaehrt. Das polnische Paerchen muss auf ihre Stempel warten. Der zustaendige Beamte ist gerade beim Biertrinken. Naja, als das auch geklaert ist, finden wir sogar den Busfahrer. Vielleicht mag er gerade 16 gewesen sein, ist ja aber auch egal. Er kennt jedenfalls jedes Schlagloch bis zum naechsten Drop off point. Dieser heisst Nakasong und ist die Schnittstelle zu den 4000 Islands. Diese sind eine Anhaeufung von kleinen Inselchen im Mekong. Immer mehr Backpacker finden es ganz toll sich es hier bei Reggae Musik und dem ein oder anderen Kaltgetraenk gutgehen zu lassen. Nix fuer mich. Fuer Marcel ist das auch nicht das Richtige.

Stattdessen sitzen wir kurze Zeit spaeter im Bus nach Pakse. Dort angekommen, wandere ich durch die menschenleeren Strassen auf der Suche nach dem Hostel meines Vertrauens. Ich finde es und checke ein. Sehr basic. Wie so haeufig in Asien findet man hier keine Klospuelung. Stattdessen gibt es neben der Toilette immer einen Eimer Wasser mit Schoepfkelle. Toll. Ok, ich will zur Post weil ich Briefmarken kaufen moechte. Es ist schon spaeter Nachmittag und ich hoffe diese hat noch geoeffnet. Ich finde die Post tatsaechlich. Das Gebaeude sieht nach kommiunistischem Einheitsbaustil aus. Ich betrete das Gelaende. Rechts neben dem Eingang befindet sich eine kleine Schar von Menschen die sich vor einer ganz schoen grossen Musikanlage versammelt hat. Auf den Tischen sieht man einige Bier und diverse Spirituosen. Hmmm. Ich denke mir nichts dabei. Als ich das Postamt betrete habe ich eine grosse Anzahl an Schalter zur Auswahl. Geschaetzte 10 links und geschaetzte 10 rechts. Toll. Nur eine Sache stimmt nicht ganz. Es ist niemand in der Post ausser mir. Ich verharre fuer ein paar Sekunden in Stille (wenn man mal die laute Karaokemusik von draussen ausblendet). Fuer einen Moment hatte ich sogar das Gefuehl der Sekundenzeiger der grossen Uhr ueber den Schaltern sei kurz stehengeblieben. Ok, ich sehe schon, keine Briefmarken heute. Ich gehe wieder hinaus. Ein Blick nach links und ich kann nun auch 1 und 1 zusammenzaehlen. Die Postbeamten tanzen mittlerweile auch auf den Tischen frei nach dem Motto “und Erwin fast der Heidi….”. Toll! Ich laechle und freue mich. Niemand bemerkt das gehe, was nicht weiter schlimm ist, da ja auch niemand gemerkt hat das ich ueberhaupt da bin. Ein ander mal. Aber irgendwas liegt in der Luft. Ich treffe Marcel in einem Strassencafe wieder. Bei einem Bananashake erzeahlt er mir von den anstehenden Neujahrsfeierlichkeiten. Neujahr? Hmmmm. Pee mai Lao ist jedes Jahr im April. Das Neujahrsfest geht genau 3 Tage. Der erste Tag ist der letzte des alten Jahres, der zweite liegt einfach so dazwischen und der dritte ist der erste Tag des neuen Jahres. Morgen ist also der erste von 3 Feiertagen. Toll! Da wir ja keine Ahnung haben, mieten wir uns am naechsten Morgen 2 Scooter um einen Abstecher ins Bolaven Plateau zu machen. Hier gibts einige Wasserfaelle zu bestaunen. Auf dem Weg dahin merken wir schnell was hier Neujahrsfest heisst. Wasser! Jedes Kind hat wenigstens eine Wasserpistole. Um Fussgaenger, Scooterfahrer oder sonstwen nasszuspritzen. Das Equipment weitet sich dann auf Schlaeuche und Wassereimer aus. Plastikbeutel mit Wasser mag ich nicht so. Vor allem weil ich mich auf einem Zweirad mit einer Geschwindigkeit von circa 67,3 km/h fortbewege. Die Dinger zwiebeln ganz schoen. Warum Wasser? Na ja, hat halt irgendwas mit reinwaschen zu tun. Nicht das ich mich von irgendetwas reinwaschen muesste, aber kann ja nicht schaden. So kommen wir auch am ersten Wasserfall an. Tolles Teil! Ein Maedel wird sogar ein wenig hysterisch als sie mich sieht (wer kanns ihr veruebeln). Liegts an meiner Hautfarbe oder meinem Bart? Ich tippe auf Letzteres. Allgemein sind Asiaten ja nicht so mit starkem Bartwuchs ausgestattet. Na ja, ich posiere fuer ein Foto. Ihre Freundin ist etwas schuechtern und traut sich nicht. Weiter gehts. Wir schauen uns noch andere Wasserfaelle an. Auch hier ein Hauch von Hysterie als ich einer weiblichen Reisegruppe aelteren Alters begegne. Obligatorisches Foto muss natuerlich sein. Sie freuen sich. Irgendwann machen wir uns auf den Rueckweg nach Pakse. Durch den Fahrtwind trocknet dann meine Kleidung auch wieder. In Pakse kommts dann dicke. Die Strassen sind voll mit Menschen welche mit allem bewaffnet sind, was auch nur irgendwie Wasser transportieren kann. Ok, bloss schnell die Scooter wieder zurueckbringen. Gar nicht so einfach, denn an manchen Strassenecken gibt es regelrechte Strassensperren. Trocken zu bleiben ist eigentlich unmoeglich. Insgesamt ein tolles Treiben. Menschen die auf Pick Ups mit Wasser bewaffnet durch die Strassen fahren und alles und jeden nass machen. Teilweise gibt es sogar kleine Wasserkriege zwischen den Nachbarn. Ein sehr ausgelassenes Treiben. Toll! Ein wahre Freude diese ueberaus freundlichen Laoten zu beobachten. Bisher gefaellt mir Laos sehr gut. Dieses Treiben geht dann am naechsten Tag auch so weiter. Fuer den Abend habe ich mir einen Nachtbus nach Vientiane gebucht. Dies ist die Hauptstadt von Laos. Marcel faehrt schon frueher. Es ist schon dunkel, als ich an der Busstation ankomme. Ich bin einer der ersten Gaeste und bekomme mein Bett zugeteilt. Toll! Gerade gross genug um mich lang zu machen. Dummerweise muss ich mir das Bett teilen, was den Platz dann doch erheblich einschraenkt. Egal. Ich teile mir das Bett mit Steve (ENG). Man tauscht sich ueber die bisherigen Reisrouten aus. Irgendwann merke, dass meine Matratze feucht ist. Hat Steve etwa ins Bett gemacht? Nein. Ich merke das der Verschluss meine Wasserflasche im Rucksack nicht das macht, was er eigentlich sollte. 1 Liter Wasser war in der Flasche. Jetzt habe ich einen Liter Wasser im Rucksack und auf der Matratze. Alles halb so wild, waere da nicht mein Netbook im Rucksack. Total nass. Doof. Im Dunkeln im Bus kann ich da eh nicht viel machen. Ich versuche es trocken zu lagern und hoffe aufs Beste. Ich schlafe kaum in der Nacht.

Um 7.30 Uhr morgens komme ich in Vientane an. Mit Lena (GER) und einem anderen Paerchen mache ich mich dann auf die Suche nach dem Hostel mit dem besten Preis-Leistungsverhaeltnis. Wir finden es, koennen aber noch nicht einchecken. Also erstmal Fruehstueck. Da laeuft auch schon zufaellig Marcel vorbei welcher bereits am Vortag angekommen ist. Wir beschliessen heute zum Bhudda-Park zu fahren, welcher einige Kilometer ausserhalb der Stadt ist. Sehr eindrucksvoll. Unzaehlige Bhudda Figuren, von denen manche so gross sind wie ein Haus. Zurueck in der Stadt wo jeder auf den Strassen ist, denn es ist ja auch der letzte Tag des Neujahrfestes. Man wird wieder nass. Inzwischen ist mir auch wieder Richard vor die Fuesse gelaufen, welcher unsere Runde jetzt erweitert. Nachdem wir uns etwas gestaerkt haben begeben wir uns an die Flusspromenade wo eine grosse Buehne aufgebaut ist. Die Band dort gibt ihr Bestes, waehrend Hunderte unter den Sprinkleranlagen wild tanzen. Es dauert nicht lange und wir gesellen uns dazu. Toll! Den ganzen Abend plitschnass tanzen mit den Locals welche hier in Laos sooooo freundlich sind. Was fuer ein grandioser Abend. So klingt das Nerujahrsfest aus. Wir gehen anschliessend noch etwas essen. Dann nur noch schlafen. Schlaf ist was schoenes, vor allem wenn man ihn hat. Ich wache nachts auf. Magenkraempfe und der ungemein starke Drang die Toilette aufsuchen zu muessen. So geht es dann auch den ganzen Tag weiter. Ich pendele zwischen Bett und Toilette. Heute passiert mal gar nix.

Montag. Meinem Magen und Verdauungstrakt geht es wieder etwas besser. Von vollstaendiger Genesung kann man aber nicht sprechen. Deshalb bereitet mir der heutige Tag auch etwas Sorgen. Heute gehts nach Vang Vieng. Ich absolviere am Morgen etliche Gaenge zu Toilette. Nur zur Sicherheit. 6 Stunden Busfahrt sind kein Pappenstiel und da moechte man alles andere lieber haben als Durchfall. Zur meiner Verwunderung geht auf der Busfahrt alles gut. Herrlich. Wir kommen in Vang Vieng an und suchen uns ein nettes Guesthouse. Es gibt Einzelzimmer fuer jeden. Toll! Vang Vieng ist vor allem fuers Tubing bekannt. Dabei setzt man sich auf den aufgeblasenen Schlauch eines LKW Reifens und laesst sich den Fluss runtertreiben, waehrend man an den unzaehligen Bars am Ufer halt macht um das ein oder andere Kaltgetraenk zu geniessen. Deshalb ist der Ort auch sowas wie eine Backpacker Hochburg. Im Ortskern gibt es unzaehlige Restaurants mit gemuetlichen Sitzgelegenheiten. Das Kuriose dabei ist, dass auf den Fernsehern in den Restaurants ausschliesslich die Fernsehserie Friends laeuft. Wir machen es uns bequem und geniessen waehrend der Tag ausklingt. Einige Bananashakes helfen mir, mich wieder etwas besser zu fuehlen. Toll!

Fuer den naechsten Tag steht dann das Tubing auf dem Programm. Wir holen uns die Tubes und lassen uns vom Tuk Tuk absetzen. Ueber eine Haengebruecke geht es dann zur ersten Bar wo wir chillen. Nach und nach treffen immer mehr Tubing-Willige ein. Die Stimmung steigt. Wir bringen unsere Tubes zu Wasser und machen uns auf den Weg. Am Ufer sind dann etlich Leute, die einen mit Seilen versuchen zu ihrer Bar zu lotsen. Wir halten bei einer dieser. Mittlerweile ist unsere Gruppe um Johanna und Mattias (SWE) gewachsen. Hier gibts einen 5 Meter hohen Bambus Stock. Wenn man diesen bis zur Spitze hinaufklettern kann gibts ein Freigetraenk. Toll! Ich schaffe es leider nicht ganz mit meiner Affentechnik bis oben, aber komme immerhin weiter hoch als die meisten. Auch diese Bar fuellt sich nach einiger Zeit. Immer mehr Leute versuchen sich an dem Bambus Stock. Nachdem es tatsaechlich einige schaffen wird der Stock ein wenig eingeoelt. Haha, nun ist es nahezu unmoeglich. Wir tuben weiter und machen an einer Bar halt, an der es einen grossen Jungle-Swing gibt. Man klettert auf einen Holzturm, schnappt sich das Seil und schwingt dann etliche Meter hin und her ueber den Fluss bevor man sich in diesen fallen laesst. Was fuer ein Spass! Wir tuben widerum weiter. Diesmal geniessen wir ausgiebig die tollen Berge nahe am Fluss die eine einmalige Kulisse bieten. Toll! Wir halten an einer Bar. Auch hier gibt es so eine Bambusstange. Diesmal schaffe ich es bis nach oben. Gelobt sei die Monkey-Technik. Als Belohnung gibts nen Kurzen und Muscheln vom Grill. Toll! Irgendwann wirds dunkel und wir beschliessen unser Tubing Adventure zu beenden. Ein Tuk Tuk karrt uns ins Dorf zurueck. Abends gehts dann nach dem Essen in die Ohlala Bar. Schlaf.

Mittwoch. Fuer heute steht eine Kayak und Caving Tour ins Umland an. Ich muss passen. Erneut Magenkraempfe und Durchfall. Am Nachmittag gehts mir wieder etwas besser so dass ich mir bei ein paar Bananashakes einige Folgen Friends in einem der Restaurants anschaue. Abends gehen wir noch einmal alle gemeinsam essen. Unsere Wege trennen sich hier. Jeder hat einen anderen Plan. Meiner sieht vor, dass ich am naechsten Tag weiter nach Luang Prabang fahre. Das ist weiter hoch im Norden. So sitze ich auch morgens im Mini Van, welcher mich die Berge hinauf traegt. Eine wahnsinnig schoene Landschaft waehrend der Fahrt. Gerne haette ich alle 5 Minuten angehalten um Fotos zu machen. Leider nicht moeglich. Irgendwann halten wir dann aber doch. Es gab einen Unfall, wobei ein LKW einen Strommast gerammt hat, welcher nun quer auf der Strasse liegt. Der Strommast hat zudem noch ein kleines Feuer an den Haengen neben der Strasse entfacht. Nach guten 2 Stunden koennen wir dann weiter. Nach guten 9 Studnen Fahrt bin ich dann endlich in Luang Prabang. Fix ein Guesthouse suchen. Zu meiner Verwunderung bin ich der einzige Gast. Macht nix. Es ist guenstig und sauber. Ich laufe ueber den Markt. Noch etwas zu beissen zwischen die Zaehne und ab ins Traumland. War ja auch ein langer anstrengender Tag.

Ein paar Meter entfernt von meinem Guesthouse gibt es ne skandinavische Baeckerei. Toll! Das Fruehstueck ist 1A. Ich leihe mir daraufhin ein Fahrrad um mir ein wenig die Tempel im Ort anzuschauen. Nach einiger Zeit laeuft mir Tina (SUI) vor die Fuesse, welche ich in Vang Vieng kennengelernt hatte. Wir beschliessen zusammen zum Wasserfall ausserhalb der Stadt zu fahren. Der Tuk Tuk Fahrer macht uns ein gutes Angebot. Bei den Wasserfaellen kann man toll schwimmen gehen. Ist auch tierisch heiss heute. Definitiv ueber 35 Grad. Wir geniessen dieses kleine Paradies ausgiebig, bevor wir uns auf den Rueckweg machen. Zurueck in der Stadt gehts auf den den Berg zum Phu Si Tempel. Hier oben soll man einen tollen Sonnenuntergang haben koennen. Leider ist es etwas bewoelkt am Schluss, was es aber nicht minder schoen macht. Wir verabreden uns zum Abendessen. Zufaellig laeuft Richard vorbei. Wie klein Laos doch ist. Wir gehen noch in eine Bar die Richard gerne besuchen wuerde. Dann bricht irgendwann ein Unwetter los. Blitze zucken am Himmel im Sekundentakt. Donner. Gewaltiger Donner. Wir schaffen es gerade noch noch so zurueck, bevor es wie aus Gieskannen anfaengt zu regnen. Ich bin froh in meinem kleinen Guesthouse halbwegs trocken anzukommen. Dort faellt dann irgendwann der Strom aus, so wie vermutlich fast ueberall. Es ist stockduster im Raum welcher nur ein kleines Fenster hat. Die Blitze sind so hell und zahlreich, dass es den Raum erhellt. Cool, wie im Horrorfilm! Ich geniesse es total! Ich schlafe irgendwann ein.

Wie grossartig ist denn bitte diese skandinavische Baeckerei? Gibt es ein besseres Fruehstueck als dort? Nach dem Fruehstueck gehts mit Tina und Richard auf Erkundungstour. Wir finden Bhuddas Fussabdruck und schauen uns ein wenig in der Stadt und den Markets um. Danach trennen wir uns. Jeder hat heute Wellness auf dem Programm. Ich begebe mich in ein Spa. Full body Massage klingt gut. 1 Stunde lang dehnt, stretcht, massiert und foltert mich ein kleiner Laote. Toll! Ich fuehle mich grossartig danach. Weil es so schoen war, goenne ich mir spaeter noch ne Fussmassage. Bei der Fussmassage kommt soviel Oel zum Einsatz, dass ich ein wenig fuerchtete man wolle mich einbalsamieren. Am Abend gehen wir dann zusammen ins Utopia. Nette Freiluftbar mit tollem Ambiente. Ein Fallschirm bildet das Dach. Alte Bomben und Munitionskisten, welche Ueberbleibsel aus nicht so friedvollen Zeiten sind, bilden die Deko. Auf der Leinwand laufen coole Sportfilme und allerlei Extremsport. Toll! Wir treffen wieder auf Marcel, welcher mittlerweile auch in Luang Prabang eingetroffen ist. Der Abend klingt nett bei einem Bierchen aus. Der naechste Morgen startet ausnahmsweise mal nicht in der skandinavischen Baeckerei. Keine Zeit! Mit Tina mach ich mich auf den Weg zu der Bhuddahoehle. Dazu begebe man sich auf eines der Boote. Wir fahren flussaufwaerts. Am Flussufer sieht man das pulsierende Leben. Waesche waschen, Koerperpflege, Fischfang oder einfach nur Kids die spielen. Toll! Ich versuche ein wenig davon mit der Kamera einzufangen. Nicht ganz einfach auf die Entfernung. Generell ist dies in Asien auch schwer wie ich finde, da man soviele tolle Momente sieht. So viele Momente die einfach nicht mit der Kamera eingefangen werden koennen. Unbeschreiblich. Magisch manchmal. Einfach von einer anderen Welt irgendwie. So wirken auf mich auch die Moenche denen wir bei einem Zwischenstopp in einem Dorf begegnen. Einfach so anders. Toll! Wir setzen unseren Weg zu den Hoehlen fort. Dort angekommen ist man etwas erschlagen von der Anzahl der Bhuddafiguren die dort zu finden sind. Hunderte, ach vermutlich Tausende sind in diesen Hoehlen zu finden. Alle moeglichen Groessen und Formen. Einzigartig! Als wir wieder zurueck in Luang Prabang sind, schauen wir noch einmal bei dem grossen Tempel vorbei und knippsen noch ein wenig was uns vor die Linse kommt. Tolle Momente! Abends stoebern wir noch ein wenig ueber den Markt, bevor wir Marcel und Richard im Utopia treffen. Mein letzter Abend hier. Wie immer ist die Zeit viel zu knapp. So gerne wuerde ich mir noch viel mehr von Laos anschauen, aber es ist keine Zeit mehr da. Ich muss weiter, denn ich hab Termine. Ich mache mich am folgenden Morgen auf den Weg zurueck nach Vientiane. Beinahe will man mich in den falschen Bus stecken. Das waers ja noch gewesen. Alles gut. Keine Magenprobleme. Hingegen hat der Bus ein paar Probleme. Kuehlerprobleme um genau zu sein. So kommt es waehrend der 11 Stunden fahrt zu einigen Notstops. Naja, solange wir nur irgendwie ueberhaupt ankommen ist mir das egal. In Vientiane besorg ich mir nur noch schnell was zu essen. Schlaf.

Dienstag. Die Sonne scheint. Es ist morgens um 9 schon unertraeglich heiss. Ein kurzes Fruehstueck bevor ich meine letzten 20 US Dollar eintausche. Ich muss ja auch noch irgendwie das Tuk tuk zum Airoport bezahlen. Danach schnell ne Dusche und Sachen packen. Ich versuche einen guten Preis fuer die Fahrt mit dem Tuk Tuk rauszuhandeln. Nix zu machen. Egal. Ab zum Airport. Ich hab ausreichend Zeit bis mein Flieger geht. Ich ordere mir im Restaurant ne Suppe mit Nudeln. Bisher hatte ich immer Bewunderung fuer die Asiaten, die mit Staebchen eine Suppe essen koennen. Nun kann ich es selber. Toll! Irgendwann sitze ich auch im Flieger und wir heben ab. Die erste halbe Stunde ist ganz schoen turbulent. Heftige Seitenwinde und Luftloecher. Ich hatte schon bessere Fluege und vor allem auch ein besseres Gefuehl beim Fliegen. Nach einer halben Stunde wirds dann besser. Die Wolken klaeren sich und man kann nun die Unwetterfront sehen. Die Wolkenformationen sehen atemberaubend aus. Die untergehende Sonne laesst das Ganze dann einfach nur noch magisch erscheinen. Ein Foto koennte vermutlich die Schoenheit dieses Anblicks nicht wiederspiegeln.

Ich komme in Kuala Lumpur an. Es ist bereits gegen 10 Uhr abends. Ich habe nun eine Nacht auf dem Airport vor mir. Das heisst man sitzt entweder in einem der Schnellrestaurants oder man sucht sich einen freien Platz in der Wartehalle und schlaeft. Schlaf ist nix fuer mich. Ich lese lieber mein Buch weiter, hoere Musik oder beobachte Leute. Die Nacht vergeht eigentlich schnell. Um 5 Uhr startet dann auch das Einchecken und es kommt Bewegung in den Flughafen. Um 7.20 Uhr hebt mein Flieger nach Tawau ab. Tawau ist auf Borneo und gehoert auch zu Malaysia. Der Flug ist sehr entspannend. Ich lese. In Tawau noch schnell durch die Abfertigung und dann rein in den Minivan. Ich wache in Semporna auf. Endstation. Was ich hier will? Tauchen. Einfach nur tauchen. Diese Gegend hier, bildet eine der Ecken des Korallendreiecks zwischen den Philipinen, Indonesien und Borneo. Das heisst im Klartext: wahnsinnig tolles Tauchen! Den Tipp hatte ich mal von einem Iren in Neuseeland bekommen. Borneo. Semporna. Scuba Junkie. Gesagt getan. Hier bin ich. Ich checke im Scuba Junkie Hostel ein. Dann gleich rueber in den Dive Shop. Ich buche spontan ein 5 Tage Package. Da gibts dann Discount. Ausserdem will ich auf Sipadan tauchen. Sipadan ist hier ueberall das Zauberwort. Sipadan liegt ungefaehr eine Stunde mit dem Boot von Semporna aus entfernt. Das Besondere hier ist, dass es es um die Insel herum drop offs gibt, die 600 Meter in die Tiefe gehen. Das heisst, das auch mal etwas Groesseres von unten hoch kommt. Mantas, Hammerheads und dergleichen. Sipadan ist ein Marine Park und von daher geschuetzt. Das heisst das es pro Tag nur 120 Tauchern gestattet ist dort zu tauchen. Die Permits verteilen sich dann auf einige Dive operator in Semporna. Ich hatte meine Permit schon einige Wochen vorher klar gemacht. Das ist auch notwendig, denn der Run auf Sipadan ist gewaltig. Jeder moechte hier tauchen. Hatte doch Jacques Cousteau in seinen spaeten Jahren dieses Paradies fuer sich entdeckt. Sipadan gilt als einer der Top-Tauch-Spots in der Welt. Das will ich natuerlich sehen!

Ich mache einen kleinen Nap am Nachmittag. Viel geschlafen habe ich ja bisher nicht. Danach schaue ich mich ein wenig im Ort um. Einen dicken Burger in der Scuba Junkie Bar und ein Bierchen goenne ich mir. Schlaf ist dringend benoetigt. Morgen gehts frueh raus. Mein erster Tauchspot heisst Mataking und ist eine der noerdlichen Inseln. 1 Stunde dauert die Fahrt mit dem Boot dorthin. Die Sonne scheint. Borneo ist toll. Ich habe meinen Soundtrack im Ohr und geniesse den boat ride total. Wir absolvieren 3 Tauchgaenge. Turtles, Lionfish, Octopus und allerhand anderes Getier gibts unter Wasser zu bestaunen. Ein wunderschoener Tag! Auf dem Rueckweg sitze ich vorne im Boot. Im Ohr erklingt Sultans of Swing waehrend wir uebers Wasser gleiten. Einfach nur perfekt! Ich hatte mich ausserdem dazu entschlossen den Rescue Diver zu machen. Bisher war ich nur Advanced Open Water Diver. So sitze ich am naechsten Tag auf dem Boin Richtung Mabul. Auf Mabul hat Scuba Junkie ein Resort. Hier gilt es als erstes den Emergency First Response Course zu absolvieren. Mein Instructor ist Martino (ITA). In den Pausen schluerfe ich gemuetlich Kaffee und spiele ein wenig auf der Gitarre die da rum steht. Life’s just good!

Fuer den naechsten Tag steht Theorie in Semporna auf dem Programm. Das heisst im Grunde nichts anderes als nette Filmchen auf dem Computer anzuschauen und ein paar Fragen zu beantworten. Fast haette ich aber am Morgen verschlafen. Mein Handy geht ja nicht mehr was zur Folge hat, dass ich keinen Alarm mehr habe. So gehts nicht weiter. Ich kaufe mir gegen Abend eine billige Uhr mit Alarmfunktion. Na ja, ganz so billig war sie nicht. Waere ich doch nur in Cambodia nicht so knauserig gewesen und haette mir dort gleiches Model fuer 1,50 gekauft. Stattdessen zahle ich nun 20 Ringit. Wie sich spaeter herausstellt, kann ich meine nun neu erworbene Uhr circa 1 mal die Woche neu stellen, da sie innerhalb einer Woche ungefaehr eine halbe Stunde an Zeit “verliert”. Das kann zur Folge haben, dass man morgens dann mal spaet dran ist. Aber Zeit ist ja auch irgendwie relativ. Abends in der Bar schaue ich Fussball. Premier League. Oh mein Gott, wie lang ist das her das ich mal irgendwo Fussball geschaut habe. Toll! Nun habe ich noch 2 Tage im Wasser vor mir um meinen Rescue Diver zu absolvieren. Dabei versucht man bestimmte Rettungssituationen zu simulieren. So bin ich auch am zweiten Tag etwas verdutzt, als Martino ploetzlich am “ertrinekn” ist. Kassia (POL), welche im kurs assistiert, springt ins Wasser um ihm zu helfen und ist dann selber am “ertrinken”. Ich brauche ein paar Sekunden um zu realisieren was hier gerade passiert. Am Ende kann ich beide “retten”. Ausserdem haben die beiden dann auch noch fuer die folgenden Dives ein paar Ueberraschungen parat. Man muss auf alles achten. Das faengt beim falsch angezogenen Tauchequipment an und geht in falsches Verhalten ueber. So habe ich am Ende einen so genannten Hell Dive. Martino reitet unter Wasser mal auf seinem Equipment durch die Gegend, oder ploetzlich ist jemand out of air. Die beiden halten mich ganz schoen auf Trab. Unter Wasser begegnen wir auch einen asiatischen Tauchergruppe, welche sich durch die Einzigartigkeit der Fortbewegung im Wasser auszeichnet. Das sie ueberhaupt von der Stelle gekommen sind wundert mich bis heute. Abends spielt dann die Band auf. Es ist Martinos Abschiedsparty. 8 Monate war er hier. Es wird kraeftig gefeiert. Ich brauche Schlaf. Es war ein anstrengender Tag.

Ich nehme einen Tag frei. Ausruhen. Tagsdrauf tauche ich auf Mabul. Nass (MAL) ist mein Diveguide. Ein absolut komischer Kautz mit einer ganz speziellen Art und Weise. Lustig. Der erste Tauchgang ist an der Lobster Wall. Ich bin am Ende der Gruppe. Rechts die Wall. Links das grosse tiefe Blau. Nach einer Weile bilde ich mir ein, dass wenn ich nach links ins tiefe blaue schauen wuerde, dass dann da eine Turtle schwimmen wuerde. Hmmm. Ich schaue nach links. Nichts. Nur blau. Hmmm. Dann passiert es. Ich schaue aus irgendeinem Grund anschliessend nach oben. Was ist das? Kein Zweifel. Ich brauch ungefaehr 0,42 Sekunden um sicher zu sein. Ich bin mir sicher! Whaleshark! Nur ganz schemenhaft an der Wasseroberflaeche zu erkennen. Ich mache Alarm im Wasser. Ich zeige nach oben. Nass sieht nichts. Damn, ich hab ihn aus den Augen verloren! Ich scanne die Wasseroberflaeche fuer ein paar Sekunden bevor ich ihn wieder spotten kann. Alle drehen durch unter Wasser! How lucky was that? Wicked! Und ich hab ihn gespottet! Nass ist fuer den Rest des Tages nicht mehr einzufangen. Noch spaet am Abend sehe ich ihn durch die Strassen laufen und schreien: I saw whaleshark baby! Einfach ne Marke der Typ. Hat er ja auch auf seinem Weightbelt ‘Rock n Roll Baby’ zu stehen. Das sagt alles oder? Toll!

Eine Entscheidung steht an. Waehrend des Rescue Courses hatte ich mir Gedanken darum gemacht, ob ich nicht gleich im Anschluss den Dive Master machen will. Eigentlich hatte ich mich schon dagegen entschieden, aber irgendwie wusste ich auch vorher schon, dass ich mich nochmal umentscheiden wuerde. Komisch. Na ja, so starte ich am naechsten Tag als Dive Master Trainee. Mit dabei sind auch Lydia (ENG), Emily and Jake (AUS), sowie Dani (GER). Der erste Tag heisst pretty much lernen lernen popernen. Wir arbeiten uns Stueck fuer Stueck durchs Dive Master Manual. Dazu gibts dann noch ne Introduction. Ich kaufe mir auch einen Divecomputer welcher essentiell ist, immerhin will man ja ein ‘Profi’ werden. Der naechste Tag heisst Theorie. Ich lese im Bett, in der Bar, auf der Strasse, ueberall. Der Kopf raucht ganz schoen. So schreibe ich am naechsten Tag 3 Tests. Steve (USA) bespricht mit mir die einzelnen Chapter. Nach dem lunch darf ich ein paar Stamina Test absolvieren. 400 Meter Schwimmen auf Zeit. Ich beginne zu schnell mit der ersten Bahn. Die restlichen 300 Meter werden zur Qual. Am Ende ist die Zeit die ich herausschwimme gut. Die Zeit fuers Schnorcheln kann sich sehen lassen. Beinahe haette ich dabei aber mein Mittagessen im Schnorchel entleert. Am Ende ist es ein toller Tag. Am naechsten Tag bin ich Assistent in nem Rescue Course. Toll wenn man anderen mal einen Hell Dive bereiten kann. Montag. Neue Woche, neue Insel. Ich nehme heute mein Sack und Pack und setze ueber nach Mabul. Abwechslung muss sein, und Semporna hat ehrlich gesagt nicht wirklich viel zu bieten. Ich checke dort in einem der traditionellen Longhouses ein. Dies sind im Prinzip nichts anderes als ein langer Steg auf dem in einer langen Reihe etliche Zimmer nebeneinander sind. Alles sehr basic. Strom gibts von 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Dafuer lebt man quasi auf dem Wasser. Toll!

Dienstag. Endlich! Heute ist es soweit! Sipadan! Ich habe mir einen Tag off genommen vom course und bin heute quasi als customer unterwegs. Ich stehe um halb 6 auf. Um 6 sitze ich im Resort und fruehstuecke kurz. Dann aufs Boot. 25 Minuten Ueberfahrt. South Point. Der erste Tauchgang. Wow! Schon nach den ersten Sekunden im Wasser bin ich hellauf begeistert. Die Korallen sind der Wahnsinn. Wir sind quasi direkt ueberm drop off. Es geht steil nach unten. 35 Meter sagt mein Divecomputer. Sharks, turtles, alles. Wahnsinn! Ich bin hellauf begeistert. Nach dem ersten Tauchgang gibts ne kleine Staerkung an Land. Die Dive spots sind einfach Klasse! In der Turtle Cave ist es abartig geil! Alles ist geil! Toll! Im letzten Tauchgang schwimmen wir mal raus ins Blaue. Weg von der Wall. Was fuer ein Gefuehl! Atemberaubend. Man schaut nach unten. Blau. Nach rechts und links. Blau. Vorne und hinten. Blau. Einzig und allein die Wasseroberflaeche bietet einen visuellen Anhaltspunkt fuers Auge. Im Wasser sieht man nur die kleinen Partikel umherschwimmen. Nichts woran sich das Auge orientieren kann. Da ist man froh, wenn man fuer einen Moment sich an seinenm dive buddy orientieren kann. Fuehlt sich an wie in einer Art Schwerelosigkeit im Nichts. Besser gesagt im Blau. Absolut einzigartiges Gefuehl. Toll! Abends spielt die Band im Resort. Alle tanzen. Ein wirklich grossartiger Tag!

Die naechsten 2 Tage sind wir damit beschaeftigt den Skill Circiut zu absolvieren. Das heisst nicht nur die Skills gut draufhaben, sondern diese auch in Demonstrations-Manier performen. Zurueck im Longhouse faellt mir beim Bezahlen fast der ganze Inhalte meiner Geldboerse auf die Jetty. Ein paar Sachen landen im Wasser. Ein Junge fischt sie fuer mich heraus. Puuh, nicht auszudenken es waere bereits dunkel gewesen und die Kreditkarte waere im Wasser verschollen. Glueck gehabt. Gespraech des Tages war eine japanische Tauchergruppe. Alle einheitlich mit zeitlosen Speedos bekleidet. Was will man da machen? Freitag. Abreise. Ein paar Tage auf Mabul reichen. Ausserdem ist es im Longhouse doch etwas teurer als in Semporna. Dort gibts dann auch wieder Internet. Kaum zu glauben dass man ein paar Tage nicht online war. Abends spielt die Band gross auf, was zur Folge hat, dass am naechsten Morgen alles etwas verkatert sind. Mit Jake und Emily steht heute das Mapping Projekt auf dem Plan. Wir mappen eine Divesite. Gar nicht so einfach. Vor allem die Kommunikation unter Wasser kann einem da schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Geht aber schon irgendwie. Meine Rolle bei dem ganzen Spiel: ich hab den Plan und sage wo es lang geht. Toll! Wenn ich dann mal nicht am Tauchen bin, verbringe ich die meiste Zeit mit lernen. Die Enzyclopedia ist ein dickes Buch und die Examen will ich auch so schnell wie moeglich hinter mich bringen. Zwischendurch arbeite ich immer wieder mal an der map. Schliesslich soll diese ja auch gut werden. So streichen die Tage ins Land. Man lernt, assistiert bei Kursen, schaut, antizipiert, lernt, macht Fehler, lacht, bekommt Sonnenbrand und so weiter und so fort.

Montag. Ich habe mich wieder auf Mabul stationiert. Hier hat man einfach mehr Zeit und Ruhe zum lernen. Heute bin ich der Schatten von Carl. Zuschauen und lernen. Erster Dive ist an der Stingray Alley. Eine absolut wahnsinnige Stroemung heute. Einfach herrlich im Wasser mit der Stroemung zu treiben. Am Ende gehts ueber die table corals. Hier ist die Stroemung noch staerker! Das ist wie fliegen. Kopf nach vorne etwas mit den Fins kicken und schon fliegt man ueber die Korallen hinweg. Absolut geil! Mehr mehr mehr! Danach darf ich Jase guiden. Meine erste guiding Erfahrung. Am Ende gibts ein debriefing. Was war gut, was nicht. Ich lerne. Abends ist noch ne Party nebenan im anderen Longhouse. Die Locals singen und spielen Gitarre. Toll! Eine Woche spater realisiere ich, dass mein course hier fast vorbei ist. Viele Dinge sind nicht mehr zu erledigen. Dummerweise fange ich mir irgendwie ne Erkaeltung ein. Ich merke beim ersten Tauchgang am Morgen wie meine Nasennebenhoehlen schmerzen. Fuer den Rest des Tages setze ich aus und helfe auf der Jetty. Ich nehme einen Tag frei um mich auszukurieren. Schmecken tut mir das gar nicht. Vor allem so kurz vor dem Ende. Nicht mal Theorie kann ich in dieser Zeit lernen, denn ich habe fertig wie Trap sagen wuerde. Ich probiere es am folgenden Tag. Keine Besserung. Den Rest des Tages und den folgenden verbringe ich auf der Jetty. Gut das man mit Sinusproblemen noch Schnorcheln kann. So bin ich tagsdrauf Snorkelguide. Generell besteht meine Aufgabe dabei zur allgemeinen Erheiterung beizutragen und aufzupassen, dass mir keiner von den Asiaten untergeht oder die Korallen beschaedigt. Da muss man echt aufpassen, denn viele Asiaten koennen nicht wirklich schwimmen, oder zu mindestens nur sehr maessig. Aber passt schon. Abends auf dem Rueckweg nach Semporna sehen wir 2 Turtles am kopulieren an der Wasseroberflaeche. Wir schauen dem Treiben ein wenig zu. Sehr eindrucksvoll! So, meine Erkaeltung ist fast weg. Sollte doch moeglich sein wieder zu tauchen. Ich kann es tatsaechlich. Keine Probleme beim runtergehen. Leider ist das Auftauchen doch etwas schmerzhaft. Ich breche nach 2 Tauchgaengen ab. Vermutlich brauche ich einfach noch 1 oder 2 Tage off, damit die Nase wieder hundertprozentig frei wird, und dann muss das verflixt nochmal vom Prinzip her wieder laufen…

3 Kommentare»

  memyselfandI hat @ geschrieben

Baby, you’re so cool! (-:

Gesundheit, Glück und Segen, auf all Deinen Wegen ;-)

  Mario hat @ geschrieben

und ich dachte immer ich waere hot!?

  memyselfandI hat @ geschrieben

Hot? Na daran musst Du noch ein wenig arbeiten. Aber Du schaffst das! Hehe ;-)


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